Vierzehnheiligenwallfahrt

Jedes Jahr am letzten Wochenende im Juni findet die Vierzehnheiligenwallfahrt der Pfarrei St. Kilian Haßfurt statt.
Dieses Jahr vom 24.06.-25.06.2022

Hier ein Erlebnisbericht eines Teilnehmers:
Wir warten schon seit Wochen auf diesen Freitag. Es ist fest ausgemacht. Um 22:00 Uhr, die gleiche Uhrzeit, der gleiche Treffpunkt, wie in den vergangenen Jahren. Die Pfarrkirche St. Kilian, Haßfurt – Start der Haßfurter Vierzehnheiligenwallfahrt.
Die Rucksäcke sind im Begleitfahrzeug verstaut, die Getränke eingeladen, die Wallfahrer startklar. Nach einer kurzen Andacht geht es, das Wallfahrtsbild an der Spitze, durch unsere Stadt hinaus in die dunkle Nacht.
04:00 Uhr am Morgen, fast die Hälfte der Strecke ist gelaufen, Unterpreppach ist erreicht. Fleißige Helfer haben für uns ein Frühstück mit frischem Kaffee und Kuchen vorbereitet. Der Bus aus Haßfurt mit weiteren Teilnehmern ist angekommen. 04:30 Uhr, der Sonnenaufgang kündigt sich an, heißt es Aufbruch zur zweiten Etappe. Über Ebern, hier legt die Wallfahrt einen Gebetsstopp am Krankenhaus ein, Lahm und Eggenbach führt uns der bekannte Weg zum Feldkreuz nahe Wiesen. Eine Besinnung, Bitten für Freunde und Bekannte und das Gedenken an liebe Verstorbene stehen hier im Mittelpunkt. Gegen 09:00 Uhr verkünden die Glocken der Dorfkirche von Wiesen das Eintreffen der Wallfahrer. Ein Gebet in der Dorfkirche und dann geht es mit festem Schritt Richtung Gasthaus Hellmuth. Bratwürste mit Sauerkraut und ein Radler, vielleich auch zwei, warten auf uns. Nach knapp einer Stunde brechen wir auf zur letzten Runde auf dem Weg nach Vierzehnheiligen.
Durch Staffelstein sorgt die Polizei für sicheres Geleit. Der Verkehr stoppt, die Wallfahrt hat Vorfahrt. Das Ziel fest im Blick werden die letzten Kraftreserven mobilisiert. Nach dem letzten Anstieg hinter Wolfsdorf trennen uns nur noch eine kleine Wegstrecke und die Treppen nach oben vom großen Ziel. Aber auch diese halten uns jetzt an einem Tag wie diesen nicht mehr auf.
12:45 Uhr die Basilika Vierzehnheiligen ist erreicht – Gott sei Dank! Freude und Erleichterung macht sich unter den Teilnehmern breit – wir haben es geschafft!!! Freunde aus der Heimat begrüßen die Wallfahrer. Schnell wird das verschwitzte Hemd und oft auch die Schuhe gewechselt, bevor der erste Schluck frisches Nothelfer Pils durch die Kehle rinnt.
Dann ist er da, der schönste Moment der alle Anstrengungen, Schmerzen, Blasen und die Müdigkeit vergessen lässt. Die Glocken der Basilika beginnen zu läuten, die Blasmusik stimmt das Lied „Ein Haus voll Glorie“ an und die Wallfahrer ziehen unter mächtigem Glockengeläut in die Basilika ein. In den Augen vieler Pilger sieht man Tränen der Freude und Erleichterung.
Nach dem Wallfahrtsamt, einem Erinnerungsfoto auf der großen Treppe vor der Basilika, und einer Erholungspause mit Mittagessen geht es per Bus zurück nach Haßfurt.
Ein letztes Mal sammeln sich die Wallfahrer an der Ritterkapelle und ziehen begleitet von der Blasmusik durch die Stadt zur Stadtpfarrkirche, wo die Glocken die glückliche Heimkehr der Pilger verkünden. Eine kurze Andacht bildet hier den Abschluss der Wallfahrt.
Noch ein kurzer Gedankenaustausch und dann verabschiedet man sich müde und erschöpft, aber froh, glücklich und innerlich reich beschenkt mit dem Versprechen: Auch im nächsten Jahr sind wir wieder dabei nach Vierzehnheiligen.
Erst wer einmal diese positiven Erfahrungen selbst erlebt hat, versteht die Begeisterung und die Anziehungskraft dieser Wallfahrt. Dann gilt: Einmal Wallfahrt immer Wallfahrt.

Ansprechpartner: Franz Beck, Jürgen Büttner

Hier können Sie über einen Film unseres Videoteams einen Eindruck von der Vierzehnheiligenwallfahrt gewinnen.