Verabschiedung von Kaplan Michael Schmitt

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Jean Burger

Dankesworte von Pfarrer Eschenbacher an Kaplan Schmitt:

Liebe Schwestern und Brüder! Lieber Michael!

Nach drei Jahren Kaplanszeit hier in der Pfarreiengemeinschaft St. Kilian Haßfurt, müssen wir dich leider heute „offiziell“ verabschieden. Turnusgemäß trittst du deine nächste Stelle als Pfarrvikar in Bad Kissingen ab September an. Dein Aufgabengebiet hier bei uns war vielfältig und breit gefächert. Beispielhaft möchte ich einiges davon aufzählen:

  • Du warst Bezugsperson für die Pfarreien Wülflingen und Sailershausen und hast dort die PGRäte, Verbände, Einrichtungen und Gruppenierungen begleitet
  • Zusammen mit Johannes Eirich hast du die Firmkatechese durchgeführt
  • Du warst Bezugsperson für die Ministranten vor allem in den Ortschaften und hast Ministrantenstunden gehalten, warst mit den Minis bei der Sternsingeraktion unterwegs oder warst ihnen bei diversen Aktionen, Zeltlagern und Übernachtungen zur Seite gestanden. Außerdem hast du im Ministrantenarbeitskreis auf PG Ebene mitgewirkt.
  • Du hast die Gruppe der Ü 14 Ministranten hauptverantwortlich begleitet und immer wieder für sie Aktionen geplant und durchgeführt: heute erst wart ihr Paddeln auf der Saale.
  • Außerdem warst du hier in Haßfurt Bezugsperson für den Seniorenkreis und warst bei den Ausflügen und beim Seniorennachmittag mit dabei.
  • Du hast an der Grund- und Mittelschule Unterricht gehalten in den Klassenstufen 3 und 9 bzw. dann später die 5. Klasse übernommen.
  • Du hast mit den Menschen in unserer Pfarreiengemeinschaft Eucharistie gefeiert und sie gestärkt durch die Sakramente: Taufe, Ehe, Buße und Krankensalbung. Du hast Menschen begleitet in ihren Nöten durch seelsorgliche Gespräche, hast mit ihnen gefeiert, hast sie bei Jubiläen besucht, sie gesegnet, ihnen die Krankenkommunion gebracht und hast viele Menschen auch beerdigen und den Angehörigen Trost spenden müssen.

All das und noch vieles mehr gehört zu den Aufgaben eines Kaplans. Ich habe mir überlegt, was dich in der Zeit hier bei uns ausgemacht hat, was vielleicht auch ein Stück bleiben wird und da sind mir viele kleine Gesten eingefallen, die – glaube ich – auch sinnbildlich zeigen, was dir wichtig ist.

  • Neulich hat einmal jemand zu mir gesagt, das „guten Morgen“ am Anfang des Gottesdienstes werden wir vermissen. Das zeigt dein Bestreben nach unmittelbarem Kontakt zu den Menschen.
  • Dann war deine Idee ein Geburtstagsbrief an die 18-jährigen, den wir tatsächlich seit 2 Jahren austeilen. Er zeigt, wie wichtig dir diese Gruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist und ihr Kontakt mit Kirche.
  • Genauso wie die Gruppe der Ministranten, für die du immer Süßigkeiten in der Sakristei bereitgehalten hast, auf die sie nach dem Gottesdienst sehr gerne zugegriffen haben. Außerdem hast du das Minikaffee im Anschluss an den Gottesdienst initiiert.
  • Bereits jetzt legendär ist auch das Segeln mit den Ü 14 jährigen Ministranten, das auch in diesem Jahr noch einmal stattfinden wird.
  • Du bist aufgeschlossen, ungewöhnliches in der Pastoral auszuprobieren. Dafür steht die Aktion „Lauf dich frei“; ein Joggen mit Impulsen.
  • Jung und alt sind dir wichtig und möchtest du im Rahmen von Kirche zusammenbringen. Dafür steht die regelmäßige Krankenkommunion in der Tagespflege Scheller in Wülflingen, die oft auch bewegend für dich war, gerade dann, wenn der Kindergarten dazugekommen ist, zu dem du ebenfalls einen sehr guten Kontakt gehalten hast und mit denen du viele schöne Stunden erlebt hast.
  • Du bist dir nicht zu schade, einfach auch mit anzupacken und zu helfen: sei es beim Pfarrfest im Ausschank, oder beim Auf- und Abbau bei diversen Festen, oder auch bei uns in der Pfarrhausgemeinschaft.
  • Außerdem ist es dir wichtig, außerhalb des engen Rahmens von Kirche und Pfarrei präsent zu sein, quasi „mitten in der Welt“. Das zeigt dein Engagement bei der Feuerwehr Haßfurt oder auch bei den Elf Weisen Hasen auf der Faschingsbühne.

Das sind für mich Schlaglichter oder Blitzlichter, die etwas von deinem Engagement hier bei uns in den letzten Jahren zeigen.

Lieber Michael!

Für all das und für noch viel mehr möchte ich mich bei dir persönlich und im Namen der Menschen in der Pfarreiengemeinschaft sehr herzlich bedanken. Ich bedanke mich für deinen Einsatz, für deine Energie, die du hier bei uns investiert hast. Ich danke dir für deine Geduld und dein Herzblut, das du in die Kaplanszeit gelegt hast und für deine Wegbegleitung, sowie – und auch das ist mir wichtig – für viele gemeinsame Gebetsstunden im Pfarrhaus.

Ich wünsche dir für deinen weiteren Weg, ab Mitte August wirst du dann die Pfarreiengemeinschaft endgültig verlassen, alles Gute, ein schnelles und gutes Ankommen und Hineinkommen an deiner neuen Stelle in Bad Kissingen und vor allem für dich und für deinen Dienst Gottes reichen Segen.

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