Das Leben suchen

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In vielen Familien gibt es an Ostern die Tradition des Ostereiersuchens. Bunte Ostereier werden versteckt, und – zumeist die Kinder – dürfen sie suchen. Neben der Freude, die das Ostereiersuchen bietet, hat diese Tradition auch einen tieferen Sinn. Das Ei steht ja für Leben. Die Ostereier sind oft bunt bemalt. So geht es bei diesem Brauch darum, dass wir – Erwachsene wie Kinder – uns bewusst werden: wir sind auf der Suche nach dem Leben. Wir haben eine Sehnsucht nach buntem, vielfältigem Leben.

Wer kann diese Sehnsucht stillen? Vieles, wo wir heutzutage glauben das Leben zu finden, wo wir dem Leben regelrecht nachjagen, führt ins Leere. Es ist wie bei den Frauen im Osterevangelium: sie finden nur das leere Grab. Ein Bote Gottes, ein Engel, fragt sie und uns deshalb an: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“ oder etwas abgewandelt: „Was sucht ihr das Leben in Totem?“

Der Engel eröffnet eine Alternative: „Jesus ist auferstanden!“ In Jesus ist das Leben (zu finden). Der Glaube an Jesus Christus kann unsere Sehnsucht nach Leben stillen. Jesus hat gezeigt, wie Leben gelingt, wie erfülltes Leben gestaltet werden kann; und er ist von den Toten auferstanden. Seine Lebensperspektive betrifft nicht nur das Hier und Jetzt, sondern auch die Ewigkeit. Wer also das Leben sucht, ist bei Jesus goldrichtig.

So wünsche ich Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Osterfest. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Ostereiersuche; das Evangelium gibt uns dafür noch einen heißen Tipp mit auf den Weg, der gerne auch weitergesagt werden darf: „Jesus lebt!“ Im Glauben an Jesus ist Leben.

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