Mariensingen in der Ritterkapelle

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Albin Schorn

Über 200 Besucher beim fünften Mariensingen in der Ritterkapelle

Haßfurt. „O Maria, reich uns deine Hand, segne und schütze die Heimat, das Land!“ Bitte, Dank und Lobpreis an die Gottesmutter klang immer wieder auf beim fünften Mariensingen in der jahrhundertealten Wallfahrtskirche, auch Ritterkapelle genannt. Günter Huschka, Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Fränkische Volksmusik Bezirk Unterfranken, hatte zum wiederholten Male die Organisation zusammen mit Kantor Johannes Eirich übernommen.

Fünf Instrumental- und Gesangsgruppen vermittelten den aufmerksamen Zuhörern ein stimmiges Programm. Es war eine gute Stunde des Betrachtens, der inneren Einkehr und des gemeinsamen Singens traditioneller fränkischer Marienlieder zum Lob der Gottesmutter.

Diese Gruppen wirkten mit: die Stadtkapelle unter Leitung von Manfred Rosatti, die Goschenhobler, ein Mundharminika-Trio aus Gemünden, die Haßfurter Stubenmusik, die Hofheimer Sänger und der Chor St. Kilian mit Dirigent und Organist Johannes Eirich.

Stadtpfarrer Stephan Eschenbacher stellte das Magnifikat, den Lobgesang Mariens, in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Nach dem Lukasevangelium (Lk 1, 26-56) besucht Maria wenige Tage nach der Verkündigung durch den Engel Gabriel ihre Cousine Elisabeth. Sie ist zu dieser Zeit mit Johannes dem Täufer schwanger. Auf Elisabeths Willkommensgruß antwortet Maria mit einem Hymnus, einem Preislied. Auf Grund ihres Glaubens preist sie Gott als den, der sich ihr und allen Geringen, Machtlosen und Armen zuwendet. Er richtet sie auf. Dagegen stürzt er die Mächtigen, Reichen und Hochmütigen vom Thron. Gott macht die Kleinen groß. Es ist die Vision einer gerechten Welt. „Barmherzigkeit wird geübt werden, wenn die Abhängigen das vertane Leben aufgeben können und lernen, selber zu leben“, so der Pfarrer. Schließlich zeigt Gottes Handeln an Maria, „dass Gott immer und jederzeit barmherzig ist … und dass dieses Erbarmen Gottes für alle Zeiten gilt“ und besonders für Menschen, die neue Wege gehen und auf seine Verheißung vertrauen wie Abraham.

Mit einem herzlichen Dankeswort an alle Mitwirkenden und Helfer und einem Segensgebet beendete der Stadtpfarrer die festliche Marienfeier: „Es segne uns der allmächtige Gott, der groß ist und groß macht, und den wir mit Maria preisen.

Es segne uns der Herr Jesus Christus, den Maria in ihrem Schoß getragen hat und der uns die Augen öffnet für das Reich Gottes. Es segne uns der Heilige Geist, der auch heute noch unter den Glaubenden wirkt zum Heil der Welt“.

Albin Schorn

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