In der zweiten Woche der Sommerferien schlugen knapp über 60 Haßfurter Ministrantinnen und Ministranten ihre Zelte in der Fränkischen Schweiz bei Pottenstein auf. In diesem Jahr drehte sich alles um die magische Welt von Harry Potter und seinen Freunden. Das Leitungsteam hatte sich wieder einiges einfallen lassen, um den Kindern und Jugendlichen eine abwechslungsreiche und unvergessliche Woche zu bereiten.
Nach der Ankunft und Begrüßung wartete bereits die erste Überraschung: Ganz im Stil der Zauberschule Hogwarts verkündete der sprechende Hut, welcher Gruppe die einzelnen Minis für die kommenden Tage angehören sollten. Anschließend starteten die ersten Workshops. Dabei wurde unter anderem die Zeltlagerfahne gestaltet, Holzrahmen gebaut oder es entstanden ganz besondere Zauberstäbe aus Schokolade. Nach einer zünftigen Brotzeit sorgte die traditionelle Liederrunde am Abend endgültig für echtes Zeltlagerfeeling.
Am Sonntag stand die Lagerolympiade auf dem Programm. Rund um den Zeltplatz galt es, gemeinsam verschiedene Spiele und Aufgaben zu meistern und dabei Geschick, Teamgeist und Ausdauer zu beweisen. In den Abendstunden wurde es schließlich geheimnisvoll: Ein Pfad aus bunten Leuchtstäbchen führte durch die Dunkelheit und ließ die Kinder und Jugendlichen zum ersten Mal so richtig in die magische Welt des Zeltlagers eintauchen.
Ein Besuch der berühmten Teufelshöhle durfte in der Fränkischen Schweiz natürlich nicht fehlen. Am Montag ging es deshalb hinab in die faszinierende Tropfsteinhöhle bei Pottenstein. Gerade bei den hochsommerlichen Temperaturen war die angenehme Kühle unter der Erde eine willkommene Abwechslung.
Nass wurde es am Dienstag bei einer Kajak- und Kanutour auf der Wiesent. Rund zweieinhalb Stunden paddelten die Minis durch die wunderschöne Landschaft der Fränkischen Schweiz – und natürlich blieb dabei kaum eines der Boote trocken. Am Abend wartete mit dem traditionellen Nachtspiel schon der nächste Höhepunkt. Das Leitungsteam schlüpfte in die Rollen verschiedener Figuren aus der Welt von Harry Potter und stellte dabei sein schauspielerisches Talent unter Beweis. Die Gruppen mussten unterschiedliche Aufgaben lösen und sich schließlich dem Trimagischen Turnier stellen.
Am Mittwoch folgte die traditionelle Kombistafette. Auf einer rund 14 Kilometer langen Wanderung erkundeten die Minis die Umgebung und machten an vier Stationen Halt. Dort waren Wissen, Geschicklichkeit und gute Zusammenarbeit gefragt, bevor alle wieder zum Zeltplatz zurückkehrten.
Am Donnerstagmorgen begrüßten die Haßfurter Minis Pfarrer Blaise zum gemeinsamen Lagergottesdienst. Unter dem Motto „Du hast die Wahl – entscheide dich für das Leben“ ging es darum, wie die vielen kleinen und großen Entscheidungen des Alltags unser Zusammenleben prägen können. Im Anschluss begleitete Pfarrer Blaise die Gruppe ins Schwimmbad nach Pegnitz, wo bei sommerlichem Wetter ausgiebig gebadet und entspannt werden konnte.
Noch einmal rasant wurde es am Freitag bei einem Besuch der Sommerrodelbahn. Nach der schnellen Abfahrt und reichlich Fahrtwind ging es zurück auf den Zeltplatz, denn dort liefen bereits die Vorbereitungen für den traditionellen Bunten Abend auf Hochtouren. Eröffnet wurde dieser mit einem köstlichen Drei-Gänge-Menü, ehe kreative und unterhaltsame Beiträge für beste Stimmung sorgten.
Der Abend bot aber auch einen besonderen und bewegenden Moment: Nach über 30 Jahren als Koch im Haßfurter Mini-Zeltlager verabschiedete sich Jean Burger aus dem Küchenteam. Über Jahrzehnte hinweg hatte er Generationen von Ministrantinnen und Ministranten bekocht und war längst zu einem festen Bestandteil des Zeltlagers geworden. Unter großem Applaus hieß es deshalb Danke und Abschied nehmen.
Ein herzliches Dankeschön gilt ebenso Martina Hümmer sowie dem gesamten ehrenamtlichen Leitungsteam, das mit viel Zeit, Kreativität und Engagement diese besondere Woche überhaupt erst möglich machte.








