Verlegung von Stolpersteinen am Pfingstmontag in Haßfurt

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Bild: pixabay

Die Rosenthals waren eine Haßfurter Familie, die dem Nazi-Terror zum Opfer fiel. Die Eltern Jonas und Selma, sowie ihre Kinder Cäcilie, Karoline, und Therese wurden 1942 in ein Vernichtungslager deportiert und ermordet; nur Sohn Hermann und Tochter Friedel gelang die Flucht bzw. die Emigration. Ihnen zu Ehren und zum Gedenken werden am 29. Mai vor dem Haus in der Hauptstraße 23, in dem sie vor gut 100 Jahren wohnten, Stolpersteine verlegt. Es ist die erste Stolpersteinverlegung im Landkreis Haßberge, die durch den neu gegründeten Verein Stolpersteine Haßberge e.V. initiiert und organisiert wird; weitere sollen folgen.

Stolpersteinverlegung:
Am 29. Mai, am Pfingstmontag erfolgt die Verlegung der Stolpersteine um 9:00 Uhr vor dem Haus an der Hauptstraße 23 in Haßfurt. Mit dabei: Meir Rosenthal, ein Enkel von Selma und Jonas Rosenthal und Sohn von Hermann Rosenthal, dem 1939 die Flucht gelang; Schauspieler stellen fiktive Szenen aus dem Leben der Rosenthals dar; Rabbinerin Antja Deusel spricht ein Gebet. Mit dabei sind auch Vertreter der Stadt und der Kirchen, sowie Schülerinnen und Schüler des Regiomontanus-Gymnasiums, die das Projekt inhaltlich begleitet haben.
Es schließt sich ein Spaziergang zur ehemaligen Haßfurter Synagoge in der Schlesingerstraße 9 und zum Mahnmal für die Nazi-Opfer an der Promenade an.
Um 9:30 Uhr lädt die Stadt Haßfurt zum Empfang mit Kaffee und Kuchen ins Alte Rathaus ein.
Um 11:00 Uhr folgt im Alten Rathaus die Lesung von Hans Stößel aus dem Buch “Erinnerungen” – über das jüdische Leben in Haßfurt im Alten Rathaus.

Zu allen Programmpunkten sind alle herzlich willkommen.