Treffen 5: „Jesus lädt dich ein“

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Bild: Andreas Lischka auf Pixabay

Material:
Kerze, Mäppchen, Mappe, Evtl. Kinderbibel (für Mk 14,12-25), Brot zum Teilen am Ende

Kerze entzünden
Zu Beginn entzündet jemand eure Kerze.

Video
Nun könnt ihr als Einstimmung ein Video anschauen, das in die Gruppenstunde einführt.

Begrüßung
Wir merken heute: es geht schon auf Dein großes Fest zu; heute geht es um die Kommunion selbst, um den Teil im Gottesdienst, wenn Du dann auch die gewandelte Hostie bekommst. Du bist nämlich auch eingeladen. Deshalb singen wir noch einmal das Lied der letzten Stunde: Eingeladen zum Fest des Glaubens.

Lied: Eingeladen zum Fest des Glaubens

Eingeladen bist Du, sind wir von Gott. Ihn wollen wir, wie jedes Mal, im Gebet begrüßen und um seine Begleitung bitten:

Guter Gott, wir haben schon ein ganzes Stück des Weges geschafft.
Wir sind eingeladen zum Fest des Glaubens.
Es rückt immer näher, wir sind schon fast am Ende der Mappe.
Geh auch die nächsten Schritte mit uns.
Sei bei uns in der Familie, damit es uns gut geht.
Wir danken dir für unsere Familie und dafür, dass du uns nie allein lässt.
Amen.

Einführung
Nun schlage gleich mal die Seite 41 in der Kommunionmappe auf.
Was siehst Du auf dem Bild?
Lies die Geschichte dazu und suche dann eine Überschrift.
(z.B. „Jesus und die Kinder“)
Die Kinder sollen von Jesus gesegnet werden, die Jünger wollen die Kinder aber abhalten. Wie reagiert Jesus?
Er hat die Kinder gesegnet
– Für Jesus sind alle Menschen wichtig

Überlege: Warum reagiert Jesus so – so anders, als die Jünger? Was zeichnet die Kinder besonders aus? Worum geht es Jesus?
„Ihm ging es aber nicht nur… Ihm ging es um mehr…“
Er will, dass das Leben gut wird/gelingt.

Teil 1: Eine Einladung
Ein Briefumschlag! Ein Brief für Dich!
Was könnte da wohl drin sein?
Überlege erst, bevor Du ihn aufmachst!
Also gut – schau rein 😉
?! Eine Einladung und ein Gebetsbildchen! Was könnte das bedeuten?
Offensichtlich ist es die Einladung zu einem Fest, denn da sitzen Leute am Tisch, die essen und trinken.
Bevor wir da weiterkommen, überlegen wir erstmal:
Was gehört denn alles zu einem Fest?
Auf Seite 42 findest Du eine Tabelle als Hilfestellung. Wann – was – mit wem?
(Wenn ihr wollt, könnt ihr als sehr konkretes Beispiel Eure Erstkommunionfeier hernehmen)
Wenn „unser“ Fest fertig überlegt ist:

Schau Dir mal das Bild unten an. Was erkennst Du? Was siehst Du?
Jesus und seine Jünger sind zum Essen versammelt.
Jetzt lies mal vor, was auf Seite 43 oben steht.

Jesus hat alle Menschen eingeladen, zu ihm zu kommen. Er hat oft gemeinsam mit ihnen gegessen – auch für ihn hat die Vorbereitung dazugehört. Davon berichtet zum Beispiel der Evangelist Markus.
Lies seine Geschichte auf Seite 43 (oder schau nach, ob du die Stelle in einer Kinderbibel findest).

Frag, wenn Du etwas nicht verstehst oder nicht kennst.

Ist Dir etwas aufgefallen? Was hat Dir gefallen?
Suche eine Überschrift und trage sie über der Geschichte ein.
(z.B. das letzte Abenmahl)

Jesus hat bei diesem Essen etwas ganz Wichtiges getan. Unterstreiche es im Text:
Nehmt, das ist mein Leib. Das ist mein Blut, das Blut des Bundes.

Dazu gibt es ein Lied, das häufig in der Messe bei der Gabenbereitung, also tatsächlich beim Tischdecken in der Kirche gesungen wird. Das singen wir gemeinsam:

Lied: Nimm, o Herr, die Gaben, die wir bringen

Teil 2: Auf den Spuren Jesu
Was Jesus bei diesem Essen getan hat, war so wichtig (und ist es bis heute), dass es der Apostel Paulus in seinem ersten Brief an die Gemeinde beschrieben hat. Das steht auf der Schriftrolle auf der Seite 43. Lies es mal vor:

Unterstreiche auch hier die wichtigen Worte, die Du bis heute in der Messe hörst:
Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis.

Jetzt kannst du locker auf Seite 44 die Zeile ergänzen, die oben noch fehlt.
Dieser Auftrag tut dies zu meinem Gedächtnis gilt heute noch für uns.

Schau dir das Gebetsbild aus dem Umschlag noch einmal an.
Da sitzen vier Männer um den Tisch und essen und trinken.
Vier? – Der helle Schein in der Mitte ist Jesus.
Er ist immer bei uns.
Er ist da, wenn wir Christen zusammen sind.
Er ist in uns, wenn wir bei der Kommunion die gewandelten Gaben empfangen.
Er stärkt uns und macht unser Leben hell.

Brotteilen und Vater unser
Jesus stärkt auch unsere Gemeinschaft und unsere Familie. Wir wollen gemeinsam das Brot teilen. Dazu legen wir es in die Mitte und singen:

Lied: Manchmal feiern wir mitten am Tag

Jesus ist auferstanden. Sein Vater hat ihn vom Tod erweckt. Jesus hat uns ein Gebet beigebracht, in das wir alles hineindenken dürfen, was uns gerade beschäftigt: Freude, Ärger, Sorgen, Fröhliches.
Das beten wir jetzt gemeinsam:

Vater unser im Himmel…

Jetzt bitten wir Gott:

Vater, segne dieses Brot in unserer Mitte,
segne unsere Familie,
damit wir Kraft für den Alltag haben,
Geduld, wenn wir beisammen sind
und Freude aneinander. Amen.

Wir machen das Kreuzzeichen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Jetzt genießen wir gemeinsam das Brot und unser Zusammensein.

Film: Hostienbäckerei
Wenn du wissen willst, wie Hostien gebacken werden, findest du im Internet einen Film, der das zeigt.

Die einzigen Zutaten für Hostien sind Wasser und Mehl. Erst in der Feier der Messe werden aus den Hostien der „Leib Christi“. Das geschieht im Hochgebet. Wir erinnern uns an die Worte, die Jesus beim letzten Abendmahl zu seinen Jüngern gesagt hat: „Das ist mein Leib“. Sehen kann man das nicht, wie aus der Hostie der „Leib Christi“ wird. Das muss man glauben. Dies ist ein Geheimnis des Glaubens.

P.S.: Anders als es in der Mappe steht, findest Du im Innern des Gebetsbildchens keine Gebete, die man nach dem Empfang der Kommunion beten kann. Du findest aber welche im Gotteslob Nr. 8.