Treffen 6: „Komm, Herr, segne uns“

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Material:
Kerze, Kommunionmappe, Mäppchen, evtl. Kinderbibel (Abraham-Geschichte nach Genesis 12,1-7; 15,1.5-6), Brot zum Teilen am Ende

Kerze entzünden
Zündet die Vorbereitungskerze an

Video
Zu Beginn könnt Ihr als Einstimmung ein Video anschauen, das in die Gruppenstunde einführt.

Begrüßung
Heute ist unsere letzte „Gruppenstunde“. Wir wollen ein bisschen in die Zukunft blicken und nochmal in die ganze Mappe: was haben wir gelernt, verstanden, erlebt?
Wir wissen: egal, ob bei den letzten Treffen zur Kommunionvorbereitung oder in Zukunft: Gott ist bei uns und er bleibt bei uns.
In diesem Wissen grüßen wir ihn auch jetzt unter uns und beten:

Guter Gott, mit der Vorbereitung zur Erstkommunion sind wir schon „fast durch“.
Wir haben viel von dir gehört,
wir haben viel von dir erfahren.
Bleibe auch bei den letzten Schritten bis zur Erstkommunion bei uns und auch danach.
Schütze uns, damit es uns gut geht.
Wir danken Dir für unsere Familie und dafür, dass Du uns nie allein lässt.
Amen.

Einführung
Schlag mal die erste Seite dieser Stunde auf. Lies den Text vor (oder lass ihn vorlesen).
Und dann schreibe/male in die Kristallkugel, was Du für Dich in der Zukunft siehst.
Die Eltern/Geschwister, die dabei sind, dürfen sich auch eine Kristallkugel auf ein Blatt Papier malen und diese für sich „füllen“. So könnt Ihr gut miteinander ins Gespräch kommen.

Für ihre Zukunft machen die Menschen viele Pläne. Wir haben ja auch Idee, wie unser Leben hoffentlich aussieht. Und wir haben Menschen um uns, die uns so mögen, wie wir sind. Mit den Plänen, die wir haben. Das ist toll!!!

Lied: Kindermutmachlied

Teil 1
„Gott sagt zu mir: ich geh mit Dir“ – das gilt für uns und das galt auch für die Menschen im „Alten Testament“. Auch wenn Gott manche Pläne der Menschen „durchkreuzt“ hat und auch heute noch durchkreuzt: er geht immer mit uns lässt die Menschen nicht allein.

Wenn er den Menschen in der Bibel seine Pläne darlegt und ihnen einen Auftrag gibt, nennt er aber auch immer seinen Namen. Hast Du im Religionsunterricht schon gelernt, was Jahwe und Immanuel bedeteutet?
Dann kannst Du das gleich in Deine Mappe eintragen.

Weißt du es noch nicht? Dann lies die folgende Geschichte, in der Gott mit Mose spricht. Die Geschichte steht im Buch Exodus im Alten Testament. In dieser hörst Du zum einen, wie Gott Mose seine Pläne mit ihm mitteilt – und zum anderen nennt Gott seinen Namen. Den sollst Du rausbekommen und in deine Mappe schreiben:

„Gott sagt zu Mose: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs… Ich sende dich zum Pharao. Führe mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten heraus! Mose antwortete Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehen und die Israeliten aus Ägypten herausführen könnte? Er aber sagte: Ich bin mit dir; ich habe dich gesandt… Da sagte Mose zu Gott: Gut, ich werde also zu den Israeliten kommen und ihnen sagen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt. Da werden sie mich fragen: Wie heißt er? Was soll ich Ihnen sagen? Da antwortete Gott dem Mose: Ich bin, der ich bin. Und er fuhr fort: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der Ich-bin hat mich zu euch gesandt… Ich will euch aus dem Elend Ägyptens hinausführen… in ein Land, in dem Milch und Honig fließen.“

Auch beim Propheten Jesaja nennt Gott einen Namen für Jesus:

„Jetzt gibt euch der Herr von sich aus ein Zeichen: Die junge Frau wird schwanger werden und einen Sohn bekommen. Immanuel, das heißt Gott ist mit uns, werden sie ihn nennen.“

Was uns die Geschichten sagen, ist folgende:
Glauben heißt, darauf zu vertrauen, dass Gott unseren Weg mit uns geht.
Jetzt kannst Du die Zeilen in der Mappe füllen:
Jahwe = Ich bin, der ich bin
Immanuel = Gott mit uns

Es gibt noch mehr Geschichten, in denen Gott Menschen losschickt, in denen Gott Menschen einlädt, den Weg mit ihm zu gehen.

Wir lesen auf S. 46 von Abraham.
Versucht (nicht durch „Lehrerfragen“) im Gespräch folgende Aspekte herauszufinden:
– Gott hat einen Auftrag für Abraham
– Abraham hört auf Gott
– Gott verspricht Abraham seinen Segen
Dann kommt als Zusammenfassung, die in die Zeilen unter dem Text soll, ungefähr dieses raus:
Gott beruft Abraham und verspricht ihm seinen Segen.

Im Neuen Testament wird ähnliches erzählt. Dazu lesen wir den unteren Text auf S. 46.
Was passiert da? Schreibe es in die Mappe.
Jesus beruft Jünger in seine Nachfolge. Mit ihnen bringt er alles Gute zu den Menschen.

Wir vergleichen, ob es Ähnlichkeiten mit der Geschichte von Abraham gibt:
Gott/Jesus beruft, verspricht Nachkommen/gutes Leben/Himmelreich.

Gott sagt zu Mose, zu Abraham und zu den Jüngern, wie im Lied: „Und das, was du allein nicht schaffst, das schaffen wir vereint!“

Singen wir noch mal mindestens die 4. Strophe.

Teil 2
Der Text des Liedes stimmt aber nicht nur für die Menschen in der Bibel. Denke an Dein Leben und an das, was Du in die Kristallkugel gemalt oder geschrieben hast.
Auch für Dich (und Mama/papa/Familie) gilt:
„Gott sagt zu dir: Ich hab dich lieb. Ich wär so gern dein Freund! Und das, was Du allein nicht schaffst, das schaffen wir vereint.“
Auch für Dich gilt, dass Gott Dich begleitet.
– wo zeigt sich das? Überlege und schreibe/male es in den obersten Rahmen.
– wie kannst Du Segen sein? Überlege und schreibe/male es in den mittleren Rahmen.
– wie kannst Du mit der Gemeinschaft verbunden bleiben? Überlege und schreibe/male es in den untersten Rahmen.

Jetzt siehst Du noch ein großes JA auf der Seite. Schau es Dir mal genau an. Got sagt JA zu dir, da kannst Du Dir sicher sein: sein JA zu Dir ist so groß, dass Du drin Platz hast!
Sagst Du auch JA zu Gott? Male das große und kleine JA in fröhlichen Farben aus.
Wir hören dabei (oder singen danach) das passende Lied:

Lied: Bist du groß oder bist du klein

Teil 3
Damit ist die Vorbereitung mit dieser Mappe zu Ende.

Blättere um auf die Seite 48.
Es ist gut, nochmal auf die ganze Vorbereitung zurückzuschauen.
Überlege – und die Famile darf auch mit überlegen:
Was war schön? Was war für Dich wichtig bzw. das Wichtigste?
Du kannst auch ruhig nochmal nach vorne blättern, was eigentlich so alles war.
Fülle dann die Denkblasen aus – mit Malen oder Schreiben, wie Du willst.

„Gott liebt dich“ haben wir gesungen. Gott liebt Dich, er ruft auch Dich, ihm zu folgen, genau wie die ersten Jünger. Deren Berufung zeigt das letzte Bildchen, zum Rausnehmen, damit Du immer daran denkst: Du bist von Gott gerufen, er möchte Sein Leben mit Dir gehen.

Vater unser und Brotbrechen
Du darfst/wir dürfen alle ihn auch Vater nennen. Und das tun wir jetzt gemeinsam im „Vater unser“.
Erst legen wir aber noch das Brot in unsere Mitte.

Vater unser im Himmel…

Vater unser, segne unsere Gemeinschaft und segne das Brot:
beides erinnert uns an dich.
Sei bei uns, wenn wir feiern,
sei bei uns in der Schule und bei der Arbeit.
Behüte uns.
(Wir machen das Kreuzzeichen)
So segne uns der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Zum Abschluss des Brotteilens, der besonderen Zeit zusammen und des Vorbereitungskurses singen wir noch ein Lied, das uns immer begleiten darf.

Lied: Gott dein guter Segen

Übrigens…

– Die letzten Seiten kannst Du nach Deiner Erstkommunion füllen.
– Bis zur Erstkommunion (und auch danach) bist Du natürlich in jedem Gottesdienst willkommen. Da bekommst Du schon mal den Ablauf mit. In einer Eucharistiefeier kannst du den Text auch mitlesen: er steht im Gotteslob ab der Nummer 587.
– Und wenn Du – oder jemand aus deiner Familie – Fragen hat: Komm und frag uns, oder ruf an (Tel.: 1484) oder schicke uns eine Email.

Was es mit der Eucharistiefeier bzw. der Heiligen Messe auf sich hat, könnt ihr in einem kurzen Clip hier sehen:

Wir freuen uns, bald mit Euch zu feiern!

Alles Gute und Gottes Segen,

Euer Pfarrer Eschenbacher und Claudia Nowak, Pastoralreferentin